WSCH Vereinsanlage am Südhafen

Seit 1965 vor der Insel.

Was 1965 mit neunzehn Helgoländern in der Vorhalle des Schwimmbades begann, ist heute ein eingetragener Verein mit rund 250 Mitgliedern, einem Clubhaus, zwei Vereinsanlagen und einer langen Liste von Persönlichkeiten.

Hinter jeder Vereinszeile steht ein Mensch. Ein gespendeter Bausatz für drei Optimisten, ein vier Pontons starkes Provisorium an der Ostmole, ein Clubhaus, das in Eigenarbeit hochgezogen wurde. Der WSCH ist gewachsen, weil Mitglieder mit angepackt haben. Daran hat sich seit sechs Jahrzehnten nichts geändert.

1965
Gegründet
~250
Mitglieder
5.200+
Mitgliedsjahre gemeinsam
60+
Jahre Vereinsleben

Vereinsgeschichte in Etappen.

Die wichtigsten Daten und Entscheidungen seit der Gründung. Auf der Grundlage der Vereinschronik von Gerrit Sahling und der Festrede zum fünfzigsten Jubiläum.

1965

Gründung in der Vorhalle des Schwimmbades

Am 30. April 1965 treffen sich neunzehn wassersportlich interessierte Helgoländer, um sich in den Konflikten zwischen Sportbooten und Berufsschifffahrt eine Stimme zu verschaffen. Vor allem der Streit um das Hummerschutzgebiet treibt sie um. Die Mindestzahl von sieben Gründungsmitgliedern ist schnell erreicht, am 30. Juli 1965 erfolgt die Eintragung im Vereinsregister.

1966

Erste Segelregatta, Beitritt zum DSV

Der Verein richtet seine erste Segelregatta aus und tritt nach lebhafter Diskussion dem Deutschen Segler-Verband bei. Die ersten Sparten werden gegründet.

1967

Vier Optimisten in der Werkstatt gebaut

Mit 45 erwachsenen und drei jugendlichen Mitgliedern beschließt die Hauptversammlung die Anschaffung von drei Optis. Erni Jürgens spendet spontan 300 DM für einen Bausatz, am Ende baut Hans-Carl Rickmers in seiner Werkstatt vier Optimisten. Taufe am 5. August, erste Optiregatta am 10. August. Der Wassersport erfreut sich großer Beliebtheit auf der Insel.

1968

Sportbootführerschein für rund 50 Insulaner

Nach mehreren Schulungswochen kommt am 31. März der Prüfungsausschuss mit dem Polizeiboot aus Büsum. Rund fünfzig Helgoländer erhalten den Führerschein. Hans Jürgen Kratschke unterrichtet Navigation, James Müller Motorenkunde.

1970

Erste Herbstwoche im Sturmchaos

Am 13. September startet die erste Herbstwoche. Die Wettervorhersagen waren noch nicht so verlässlich wie heute, die Auftaktwettfahrten enden im Sturm.

1971

Vier Pontons an der Ostmole

Die Liegeplätze an der Nordkaje stehen wegen Sanierung nicht mehr zur Verfügung. Drei Alternativen werden an einem Runden Tisch erörtert. Am Ende werden mit Genehmigung des WSA vier Pontons an der Ostmole festgemacht, die Boote vertäut an Bojen.

1973

Hans-Carl Rickmers wird 1. Vorsitzender

Werner Siemens II tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Aus Tankleichtern und einem schwimmenden Anleger aus Schulau wird eine improvisierte Marina zusammengebaut. Harro Lorenzen, später Peter Köhn und danach Rickmer Ralfs übernehmen die Bewirtung.

1981

Neue Steganlage über dem U-Boot-Bunker

Mit 200.000 D-Mark aus Vereinsmitteln, Mitgliederbeiträgen und Privatdarlehen wird eine neue Aluminium-Steganlage über den Resten des alten U-Boot-Bunkers errichtet. Diet Krüss holt die Pontons mit der „Kirsten“ aus Büsum. Die Surfsparte wird gegründet.

1983

Erste Helgoländer Ferienwoche

Die Gemeinde gibt den Auftrag zur weiteren Instandsetzung des Nordosthafens. Im selben Jahr findet die erste Helgoländer Ferienwoche statt.

1989

Clubhaus fertiggestellt

Nach Baubeginn 1988 wird das Clubhaus 1989 fertiggestellt und in Betrieb genommen. Bis heute Vereinsmittelpunkt am Südhafen.

1991

Egmont Conradi übernimmt den Vorsitz

Hans-Carl Rickmers zieht sich aus gesundheitlichen Gründen zurück. Egmont Conradi führt den Verein die folgenden zwölf Jahre.

1999

Bootslagerplatz erworben

Der Verein erwirbt den Bootslagerplatz und richtet ihn her. Damit ist die Lagerung im Freien dauerhaft gesichert.

2000

Steganlage Nordosthafen erweitert

Die Steganlage im Nordosthafen wird an der Biomole erheblich erweitert.

2001

wsc-helgoland.de geht online

Gerrit Sahling erstellt und pflegt die erste Webseite des Vereins.

2003

Helgo Denker übernimmt den Vorsitz

Egmont Conradi tritt nicht mehr zur Wiederwahl an. Helgo Denker führt den Verein die folgenden zehn Jahre.

2015

Fünfzig Jahre Wassersportclub Helgoland

Der Verein feiert sein fünfzigjähriges Bestehen. Rund 250 Mitglieder, gemeinsam über 5.200 Mitgliedsjahre. Im selben Zeitraum richtet der Verein gemeinsam mit dem Blankeneser Segelverein die Internationale Deutsche Jüngstenmeisterschaft im Optimisten aus.

Optimisten beim Störtebeker Opti-Cup

Vom Optimisten in die Welt.

Aus den vier Optimisten von 1967 ist eine Tradition geworden. Junge Helgoländer haben ihre nautische Laufbahn im Verein begonnen, einige sind Berufskapitäne geworden, andere haben es bis auf die internationalen Regattabahnen geschafft.

Die Ausbildungsjolle C55 wurde mit Unterstützung von Kreissportverband, Firma Engel, Achim Gehrmann vom Rickmers Bunkerservice, Rotary Club, Stefan Siemens, Rudolf Antony und Helgo Krebs ohne Belastung der Vereinskasse finanziert.

Die Insel als Sprungbrett.

Aus der Vereinsarbeit des WSCH sind Karrieren geworden, vom Berufskapitän bis zum America's Cup.

Ralf Steitz

Erster deutscher Teilnehmer am America's Cup an Bord des berühmten Dennis Connor. Bis heute in der internationalen Segelszene der Vereinigten Staaten aktiv.

Internationale Segler

Fridtjof Gunkel, Jens Ewerling und Martin Klawon haben den WSCH auf internationalen Regattabahnen vertreten.

Kapitäne und Nautiker

Hans Ackermann, Oliver Krüß, Martin Köhn, Gerd Köhn, Rickmer Luth, Patrick Ehnert. Der Verein hat einer Reihe von Helgoländern den Weg in nautische Berufe gebahnt.

Bootsbauer

Michael Lorenzen baute zum fünfzigjährigen Jubiläum einen handgefertigten Tisch für das Clubhaus.

Mehr als ein Sportverein.

Der WSCH bietet den Wassersportlern vom Festland Liegeplätze, sanitäre Anlagen und persönliche Kontakte. Damit wird Helgoland als Ansteuerungsziel attraktiver. Indirekt sichert der Verein rund hundert Gastliegern jedes Jahr den Komfort, den eine Marina sonst bietet.

Mit der Nordseewoche, dem Happot-Cup, dem Störtebeker Opti-Cup und der Helgoländer Herbstregatta prägt der Verein das Bild der Insel weit über Schleswig-Holstein hinaus. Die Inselgemeinschaft und die heimische Wirtschaft profitieren davon.

WSCH Steganlage am Südhafen aus der Vogelperspektive

Wer mitmachen möchte, ist willkommen.

Wir suchen keine Profis. Wir suchen Menschen, die Lust auf Wasser haben und mitanpacken wollen.

Drohnenaufnahmen auf dieser Seite stammen von falmstudios.com und wurden dem Verein zur Verfügung gestellt.